Fotokalender „Auf den zweiten Blick“ – Teil 1

Im ersten Blogbeitrag zu meinem neuen Foto-Kalenderprojekt, geht es um die Motive und meine Motivation.  

Kalender Auf den zweiten Blick

Meine Motivation

Als Fotograf hat man natürlich schon den einen oder anderen Fotokalender gestaltet und gedruckt. Die vielen Fotos auf der Festplatte und dutzende Druckereien mit Online-Fotosoftware machen es einem leicht. Die Rede war bisher aber immer vom privaten Fotokalender, welchen man zu Weihnachten der Freundin, der Familie oder guten Bekannten schenkt.

Ganz anders sieht die Welt aus, wenn man als professioneller Fotograf einen Kalender mit regionalem Bezug konzeptioniert. Man schaut in die Läden und durchforstet das Internet nach bereits existierenden Kalendern und deren Ideen dahinter. An dieser Stelle soll es keineswegs abschätzig klingen, wenn ich schreibe, dass sich nahezu alle Motive wiederholen. Mal aus einer anderen Perspektive, zu einer anderen Tageszeit, an einem neuem Ort oder aus einem anderer Winkel – ansonsten wenig Neues. 

Die technische Umsetzung ist bei fast allen Kalendern aber auf einem hohen Niveau, um dies nicht unerwähnt zu lassen. 

Da ich die Motive genau so fotografieren kann und die technische Komponente in der Nachbearbeitung beherrsche, war es für mich keine Option einen weiteren „normalen“ Kalender anzubieten. 

Foto von Kleinschmieden in Halle Saale

Zur Idee

Mein Anspruch war es also, etwas völlig Neues aus den bekannten und schönen Motiven von Halle zu erschaffen. Erste Ideen hatte ich dazu bereits vor ein paar Jahren in meiner Studienzeit an der Burg Giebichenstein. Ein paar Versuche und das Erstellen eines Projektordners mit den ersten Ergebnissen später, ließ ich die Sache erstmal ruhen und widmete mich ein paar anderen Dingen.

Allerdings dachte ich immer wieder an diese Idee bis ich das Potenzial wirklich darin erkannte. Nun machte ich mehrere Experimente mit Spiegelungen bestimmter Motive. Da es Gebäude und Plätze gibt, welche bereits fast so aussehen als seien sie bereits gespiegelt, lag die Herausforderung darin, dies zu erkennen und gegebenenfalls zu nutzen. Andere, scheinbar langweilige Motive hingegen, wurden erst durch das Spiegeln sehr interessant. 

Da ein einfaches Spiegeln zu langweilig wäre, habe ich mich in der Konzeption bei allen Motiven auf das Gesamtbild, die Details sowie Wetter, Jahres-, Tages- und Nachtzeit konzentriert, um die jeweiligen Motive am besten zur Geltung kommen zu lassen.

Foto von der Oper in Halle Saale

Die Motive

Die Motive sind eines Auswahl aus vielen Orten von Halle. Nach den ersten Versuchen habe ich eine Liste mit potentiell schönen Motiven für den Fotokalender erstellt. Diese habe ich dann nach und nach abgefahren oder abgelaufen. Bei den Motiven war mir eine gute Abwechslung zwischen alter und neuer, imposant und bescheidener Architektur wichtig. Die einzelnen Motive jeweils bei spannenden und unterschiedlichen Lichtverhältnissen zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten abzulichten, war eine Herausforderung.

Am Ort des Geschehens ging es dann darum, den besten Winkel und die beste „Schnittkante für die Spiegelung“ zu finden.

Foto an der Genzmerbrücke in Halle Saale

Es gibt natürlich noch eine Menge anderer Faktoren welche bei meinem neuen Foto-Kalenderkonzept wichtig waren. Diese möchte ich aber vorerst für mich behalten 😉

Foto vom Landgericht in Halle

Die Bildnachbearbeitung

Die Bildnachbearbeitung ist für das Projekt ebenso von entscheidender Bedeutung, wie der vorherige Abschnitt. Mit Hilfe der Nachbearbeitung kann ich die Fotos erst spiegeln. Bei diesem Schritt im Projekt kann ich Details verändern, um den Effekt der Spiegelung etwas abzuschwächen. Denn auch wenn die Spiegelung einen ersten „Wow-Effekt“ erzeugt, kann sie auf den zweiten Blick auch schon wieder langweilig wirken – vor allem dann, wenn sich Motiv an Motiv reiht. Daher habe ich hier auf kleine und größere Details geachtet, welche sich im ganzen Motiv nicht doppeln. 

Foto von Kröllwitz und der Petruskirche in Halle Saale

Vielen Dank für’s lesen. Wenn dir meine Idee und die Kalendermotive gefallen, kannst du HIER einen oder mehr Kalender bestellen.

Zum zweiten Teil meines Blogs geht’s HIER.

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